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  • AutorenbildTanja

Portraits an der Balkontür/ Garage

Aktualisiert: 17. Aug. 2023

Möchtest du das verfügbare Licht nutzen und schöne Portraits schaffen? Balkone, Garageneinfahrten und Fenster sind eine wunderbare Möglichkeit, um schöne Portraits zu fotografieren. In diesem Beitrag möchte ich euch einen kleinen Einblick geben.


1. Portraits an der offenen Balkontür







Oben im Video könnt ihr sehen, wie das Licht sich ändert, umso mehr man aus der Balkontür hinaus oder hineintritt. Wichtig ist zu beachten, dass man für weiches Licht eine Balkontür benötigt, die indirekt beleuchtet wird. Dies bedeutet, dass die Sonne nicht direkt reinscheinen sollte, sonst hat man „hartes Licht“. Es lohnt sich, den Lichteinfall über den Tagesverlauf in seiner Wohnung zu beobachten. Wann kommt das Licht woher? Werden z. b. schöne Schatten vom Fensterrahmen an die Wand geworfen? Oder gibt es ein Fenster, in dem die Sonne „untergeht“ und wunderbar warmes Licht entsteht?

Ich musste z. B. das Shooting auf vormittags legen, damit ich weiches Licht erhalte. Eine Balkontür oder Garage ist wunderbar geeignet, um das Licht zu bündeln. Man erhält ein „Tunneleffekt“, weil das Licht sowohl von oben, als auch von der Seite abgeschattet wird. Damit entsteht ein wunderschönes gerichtetes Licht, dass ideal für Portraits geeignet ist. Ihr könnt auch zusätzlich ein Reflektor nutzen, um die Schatten unter dem Kinn und den Augen aufzuhellen. Wenn das Model frontal zum Licht steht, gibt es „flaches“ Licht, welches der Haut schmeichelt. Da das Licht gerade auf Strukturen trifft, werden sie abgemildert. Nachfolgend seht ihr die Ergebnisse.





Selbstverständlich könnt ihr auch bei geschlossener Tür frontal fotografieren. Die Tür muss nur groß genug sein, dass ihr nicht das komplette Licht blockt (es kommt von hinter euch). Ihr könnt euch auch leicht seitlich zum Model positionieren, sodass das Licht noch relativ frontal auftrifft. Quasi bildet das Licht, die Kamera und das Model eine Linie. Das sieht dann so aus.




Rechts sitzt das Model zwar seitlich, aber Licht-Kamera- und Model liegen in einer Linie. Also trifft auch hier das Licht frontal auf das Model. Es gilt dasselbe Prinzip.


2. Portraits mit Seitenlicht


Darf es ein bisschen mehr Drama sein? Dann beleuchtet euer Model von der Seite. Die vom Licht abgewandte Seite erhält dadurch einen Schatten, der viel Spannung erzeugen kann. Aber Vorsicht! Dadurch, dass das Licht seitlich auf die Hautstruktur wird diese verstärkt. Dies bedeutet, dass Falten und Unreinheiten mehr auffallen. Ihr könnt auch hier ein weicheres Ergebnis dadurch erhalten, dass ihr entweder die Tür mit einem Tuch abdeckt, oder die Balkon/Garagentür nutzt, wenn sie wieder indirekt angeleuchtet wird. Wichtig ist zu beachten, dass das Model nicht mittig ins Fenster gestellt wird, sondern am Anfang, sodass das Licht der kompletten Tür das Model umschmeichelt. Dadurch erhaltet ihr eine größere Lichtquelle. Umso größer die Lichtquelle, umso weicher das Licht. Auch hier könnt ihr die Schattenseite mit einem Reflektor aufhellen, wenn nötig. Die nachfolgenden Bilder sind genauso entstanden. Unterschiedliche Blickwinkel haben unterschiedliche Wirkung. Alle Modelle standen aber an derselben Position. Die Lichtquelle war seitlich und ich habe einen Winkel zu dieser eingenommen und war nicht in direkter Linie.





Nachfolgend ein Foto mit direktem Lichteinfall. Die Sonne hat abends in die Balkontür rein gestrahlt. Ich habe dies ausgenutzt, um mit der Jalousie ein interessantes Schattenspiel zu erzeugen.



Fazit:


Auch wenn ich jetzt eine Balkontür genutzt habe, gilt dasselbe Prinzip auch für Fensterlicht. Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, lauft einmal um das Model herum und nehmt jeweils ein Foto aus jeder Position. Dann schaut ihr einfach, welches Bild euch am meisten gefällt. Achtet darauf, ob die Schatten ggf. aufgehellt werden müssten, oder ob es Bereich gibt, die zu hell sind. Wenn der Kontrast zu stark ist, bewegt das Model ein wenig vom Fenster weg. Dadurch verringert ihr den Kontrast. Bei Fragen könnt ihr mich auch gerne anschreiben.


Am wichtigsten ist üben, üben, üben!


Liebe geht raus. Eure Tanja

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